Dieses Geld sichert für viele Monate ein zentrales Angebot des Ökumenischen Sozialbüros in Münster-Kinderhaus: Mit der Spende der Provinzialversicherung Münster von 10.000 Euro kann wieder eine Vielzahl von Lebensmittelkarten finanziert werden, die Menschen bei der Bewältigung ihrer finanziellen Notsituationen helfen. Das Angebot ist zudem eine Art Türöffner für eine Reihe weiterer Hilfen, die von den ehrenamtlichen Mitarbeitenden angeboten und vermittelt werden.
„Eine solche Spende, die nicht projektgebunden ist, macht die Hilfe nah an den Bedarfen der Menschen möglich“, sagte Ursula Tölle bei der Scheckübergabe. Sie hat unter dem Dach der Caritas GemeinschaftsStiftung die Mutmachstiftung gegründet, die zusammen mit Finanzierungen der evangelischen und katholischen Pfarrgemeinden in Kinderhaus das Sozialbüro trägt. Eine Spendenaktion hatte dieser Stiftung jüngst bereits über 26.000 Euro eingebracht. „Mit der Spende der Provinzial erweitern sich unsere Möglichkeiten enorm.“
„Wir schauen immer, wo es freiwillig Engagierte gibt, die sich vor Ort für andere Menschen einsetzen“, sagte Rosa Maria Pfeifer aus dem Vorstand des Vereins „Provinzialer in Westfalen-Lippe helfen“. „Diese Ehrenamtlichen wissen sehr genau, welche Bedarfe bestehen und wie sie diesen begegnen können.“ Deshalb seien die 10.000 Euro auch bei den Aktiven im Sozialbüro in Kinderhaus in den besten Händen.
Tobias Glose von der Caritas GemeinschaftsStiftung freute sich ebenfalls darüber, dass das Geld zeitnah und unmittelbar eingesetzt wird. „Damit bleibt der Zweck der Spenden für alle Beteiligten transparent.“ Spendende Institutionen und Privatpersonen könnten so menschliche Notsituationen nachvollziehen und konkrete Hilfen unterstützen.
„Spenden wie diese halten uns handlungsfähig“, sagte Tölle und verwies auf die immer größer werdende Nachfrage nach Lebensmittelkarten und Lebensmitteln im Sozialbüro. Im Monat gäbe es mittlerweile Kontakt zu etwa 150 Haushalten. „Tendenz steigend, da die wirtschaftliche Situation immer mehr in prekäre Lebenslagen treibt.“ Wer ins Sozialbüro in Münster-Kinderhaus komme, habe die Sicherheit, dass ihm geholfen werde, auf welchem Weg auch immer. Wenn nicht über Lebensmittelkarten oder direkt mit gespendeten Lebensmitteln, dann über Gespräche und die Möglichkeit, daraus Perspektiven zu entwickeln und weitere Hilfsangebote zu finden. „Es geht nicht immer nur um die akute Nothilfe“, so Tölle. „Entscheidend ist, dass wir den Menschen in irgendeiner Form etwas Gutes tun können.“
von links nach rechts:
Artur Danschyk (Geschäftsstelle der Provinzial in Kinderhaus), Rosa Maria Pfeifer (1. Vorsitzende von Provinzialer in Westfalen-Lippe helfen e.V.), Heinrich Ruholl (Sozialbüro), Tobias Glose (Caritas Gemeinschaftsstiftung), Ursula Tölle (Mutmach-Stiftung und Sozialbüro), Sabine Brockmann, Ingrid Mannefeld und Margret Bohn (Sozialbüro).




