Am Sonntag, den 21. September, verabschiedete sich die Gemeinde St. Marien und St. Josef von ihrem langjährigen Leitenden Pfarrer Ulrich Messing.
In einem festlichen Gottesdienst, der durch den Kirchenchor musikalisch begleitet wurde, blickte Ulrich Messing auf seine Jahre in der Gemeinde zurück. Ein besonderes Anliegen war ihm immer die Caritas. Die Türen sollten für alle offen stehen – dies beschrieb er am Beispiel einer Frau, die samstags nachmittags vor seiner Tür stand; zwischen Besuch auf dem Wochenmarkt und abendlichem Predigtdienst. Er habe sich immer bemüht, „Das freundliche Gesicht der Kirche“ zu sein, wie die Caritas gerne genannt wird.
Seine Mitarbeiter*innen sangen im Anschluss ein Ständchen. Selbstgedichtet mit der Würdigung seiner Person und seiner Interessen – neben der Caritas nicht zuletzt der Karneval.
Im Pfarrzentrum wurde eine Word-Cloud vorgestellt mit Begriffen, die die Gemeinde mit Ulrich Messing verbindet: „Humorvoll“, „Empathie“ und „karnevalsbegeistert“ wurden hier genannt. Was ihm zu wünschen sei? Hier waren „Gesundheit“, gefolgt von „Zufriedenheit“ und „Freude“ die häufigsten Worte.
Im dialogischen Gespräch dachten der 2. KV-Vorsitzende Andreas Siepmann und der Vorsitzende des Gemeinderates Sprakel, Andreas Krick, an ihre Zeit mit „Raketen-Uli“ zurück – häufig mit einem kleinen ironischen Augenzwinkern.
Ebenso hielten es die Verbundleitung Sandra Janssen und die Kita-Leitung von St. Marien, Anja Feldmann. Ihr Fazit war: „Sie haben Spuren hinterlassen, die bleiben.“
Die Frauen der kfd hielten sich kurz, „weil schon alles gesagt ist“ und überreichten einen Gutschein zum Verzehr der beim Pfarrer sehr beliebten Herrencreme bei einem gemeinsamen Treffen.
Bezirksbürgermeister Ralf Kiewit stellte fest, dass es „ja doch Gemeinsamkeiten gibt zwischen einem Grünen und einem katholischen Pfarrer mit CDU-Parteibuch“. Die Initiative „Ich gehör´dazu“ sei dafür ein leuchtendes Beispiel.
Als Leiter des Begegnungszentrums Kinderhaus bedankte sich Thomas Kollmann und wünschte Ulrich Messing alles Gute für die Zukunft.
Barbara Stoll-Großhans sprach als evangelische Kollegin („Wir haben den Katholiken ja ein bisschen was voraus“) über die sehr gute ökumenische Zusammenarbeit, beispielsweise bei Gottesdiensten auf Gut Kinderhaus oder an Pfingsten. Sie überreichte sinnbildlich eine „robuste Rose, die schon sehr schön blüht und noch reichlich erblühen soll“.
„Last but not least“ sprach Hendrik Olma einige Worte für die CJG (Christliche Junge Gemeinde) und bedankte sich für den stetigen Rückhalt durch den Leitenden Pfarrer.
Nun geht es für den Stadtdechanten im November nach Hiltrup-Amelsbüren. Dankbar für 14 gute Jahre kündigte er an: „Wir sehen uns wieder, zur Einführung des neuen Pfarrers – denn den führt bekanntlich der Stadtdechant ein.“




