Aktuelles

Leitsatz des Monats August

Engagement: In unserer Pfarrei übernehmen Ehrenamtliche Aufga-ben mit Verantwortungs- und Entscheidungskompetenz.

Familiengottesdienst und Kirchencafé am 1.9.19 um 11.00 Uhr

Am kommenden Sonntag wollen wir Wiedersehen feiern! Zu unserem Familiengottesdienst am 1. September um 11.00 Uhr in St. Josef sind insbesondere alle Urlauberinnen und Urlauber, vor allem aber die Kinder und Jugendlichen eingeladen, die mit einem Lager unserer Gemeinde unterwegs waren. Von Bremke bis Ameland, von Nottuln bis Spanien - es gibt vielerlei Gründe, um "Danke" zu sagen: für wunderbare Spiele und Aktionen, für viele neue Eindrücke und tolles Essen - und dafür, dass sich die Verletzungen im großen und ganzen in Grenzen hielten.

Nach dem Familiengottesdienst öffnet das Kirchencafé wieder, zudem bieten die Messdiener noch einmal ihre Eisbar an.

Tag der offenen Tür der Einrichtungen an der Diesterwegstraße am 1.9.2019

Obolus - Anziehungspunkt - freiRAUM

Herzliche Einladung zum Tag der offenen Tür des Sozialkaufhauses Obolus, des Secondhandgeschäftes Anziehungspunkt und der sozialen Begegnungsstätte freiRAUM an der Diesterwegstr. am Sonntag, 1. September von 14 Uhr bis 18 Uhr. Vorgestellt werden die Räumlichkeiten, in denen das Nähcafe (Öffnungszeiten montags, 19 Uhr bis 21 Uhr, dienstags und mittwochs 9 Uhr bis 12 Uhr und das Frauencafe (dienstags 16 Uhr bis 18 Uhr) und das Frauenfrühstück (jeden 2. und 4. Donnerstag im Monat von 9 Uhr bis 11 Uhr) untergebracht sind. Zum anderen möchten wir unsere Produkte präsentieren. Es wird ein Pavillon aufgestellt, wo u.a.Taschen, Rucksäcke, Kinderfahrradlenkertaschen, Kleider usw. angeboten werden. Auch für das kulinarische Wohl ist gesorgt. Das Cafe bietet ein internationales Buffet sowie Kaffee und Kuchen an. Außerdem wird es eine Tombola mit schönen Gewinnen geben, die am selben Tag um 17 Uhr verlost werden.

Das ehrenamtliche Team des Freiraums freut sich auf ihren Besuch.

Einladung zur Gemeindeversammlung

Herzliche Einladung zu unserer Gemeindeversammlung für den Gemeindeteil Kinderhaus am Sonntag, 08.09.19 von 15.00 - 19.00 Uhr im Pfarrzentrum. Bei Kaffee und Gebäck wollen wir mit Ihnen ins Gespräch kommen. Eine Bestandsaufnahme von Themen, Fragen, Aufgaben und neuen Entwicklungen rund um unseren Kirchturm. Wir möchten gemeinsam in die Zukunft blicken, uns neuen Aufgaben stellen und die Zukunft gestalten. Fragen wie: Was steht an? Was ist Ihnen wichtig? Welche Fragen, Themen und Wünsche haben Sie für unseren Gemeindeteil in Kinderhaus? Wo können wir uns gemeinsam einbringen? An unterschiedlichen Thementischen können wir miteinander ins Gespräch kommen. Zum Abschluss gibt es dann noch Würstchen vom Grill, wozu wir herzlich einladen.

Für den Gemeindeteil Sprakel findet die Gemeindeversammlung am 10.11.19 von 11.00 Uhr (nicht erst ab 12.00 Uhr, wie versehentlich im Infoblatt veröffentlicht) bis 15.00 Uhr statt.

Wir freuen uns auf eine große Beteiligung!

Ihr Pfarreirat von St. Marien und St. Josef

Termine des Chores feelstimmig im 2. Halbjahr

Der Chor feelstimmig startet in die zweite Jahreshälfte mit Proben an jedem 2. und 4. Mittwoch im Monat, jeweils von 20:00 bis 21:30 Uhr im Kellerraum des Pfarrzentrums (falls die Tür am Haupteingang geschlossen ist, bitte den Kellereingang an der gegenüber liegenden Seite benutzen) - 28.8. / 11.+ 25.9. / 9.+ 30.10 (...ausnahmsweise der 5. Mittwoch) / 13.+ 27.11. / 11.12.

Wir werden in diesen Monaten wieder ein - bis dreistimmige Stücke aus den Bereichen Neues Geistliches Lied und Popmusik einüben und das, wie bei uns üblich, in lockerer Atmosphäre und begleitet von verschiedenen Stimmbildungsübungen.

Wir werden uns gesanglich einbringen in einer Musikalischen Andacht (29.9.) und in einem Gottesdienst am 1. Advent (1.12.), außerdem wieder aktiv werden beim Novembertreff (24.11.) und beim "Singen zur Nacht" (27.11.). Darüber hinaus planen wir einen Ausflug nach Attendorn, wo wir ein paar schöne Stunden verbringen und die dortige Vorabendmesse mitgestalten wollen (9.11.).

Alle, die Interesse haben, in diesem Halbjahr (...oder gerne auch für länger!) dabei zu sein, sind herzlich eingeladen, einfach zu einer Probe dazu zu kommen - besonders Männerstimmen werden gesucht!

Kontakt: Christina Zeni tina.zeni(at)googlemail.com

Grußwort für die Sommerferien 2019

Liebe Leserin, lieber Leser!

Spätestens jetzt, im vierten Schuljahr, sollten die Kinder allmählich alle „Sie“ zu den Lehrkräften sage, meinte der Rektor einer mir bekannten Schule – natürlich außerhalb von Münster. Nach einiger Zeit war das „Problem“ auch fast gelöst. Nur noch der kleine Max (Richtiger Name ist nur dem Autor bekannt) blieb weiter stur beim „Du“. Da Güte anscheinend nichts half, versuchte es seine Lehrerin mit Strenge. Zwanzigmal sollte Max schreiben: „Ich muss zur Lehrerin – Sie – sagen.“ Ihrer Sache wohl pädagogisch nicht ganz sicher, atmete sie tags darauf beim Blick ins Heft erleichtert auf: „Max, das hast du ja sehr schön gemacht – und Du hast es ja nicht nur zwanzig-, sondern dreißigmal geschrieben! Warum das denn?“ Die Antwort des Kleinen war kurz und verblüffend zugleich: „Weil Du es bist!“ Sicherlich hat sich die Lehrerin – trotz oder gerade wegen – des kleinen Fehlers über diesen tiefsinnigen Satz gefreut. Ein ehrlich gemeintes „Weil Du es bist“ tut wohl jedem Herzen gut. Mir und wohl den meisten von uns fällt derartiges sicher nicht immer leicht. Fragen wir nicht alle so manches Mal zweifelnd: „Was bringt es mir?“ – Berechtigte Frage. Und dennoch: Geht nicht Wesentliches unseres Menschseins verloren, wenn wir immer nach dem Nutzen fragen? In diesen Tagen beginnt die Urlaubszeit und viele genießen die freien Tage. Einfach einmal Zeit für sich, seine Familie, die Freunde und die Bekannten haben, dass wünschen sich viele in der Ferienzeit. Zeit zu haben für Dinge die oft im alltäglichen Leben unter dem Druck von Terminen und Beschäftigungen verloren gehen.  „Weil du es bist!“, ist jetzt nicht die schönste Gelegenheit diese Erfahrung wieder in meinem Leben zu machen. So gestärkt fällt Ihnen dann sicherlich auch der Alltag wieder leichter. Ich wünsche Ihnen eine erholsame Zeit in der Nähe und in der Ferne.

 

U. Messing, Pfr.

Stellenausschreibung

Leitung (m/w/d) für das Referat Bauen und Investitionen

Stellenausschreibung

Sachbearbeiter/in (m/w/d) im Referat Liegenschaften

Feier der Primiz mit Stefan Rosenbaum

Am Sonntag, 23.06., konnten wir mit dem Neupriester Stefan Rosenbaum seine erste Eucharistiefeier in St. Marien und St. Josef begehen.

Stefan Rosenbaum war als Pastoraler Mitarbeiter und Pastoralassistent in unserer Gemeinde tätig. Während dieser Zeit kam in ihm der Wunsch auf, Priester zu werden.

Nach seiner Vorbereitungszeit am Priesterseminar und als Diakon in Coesfeld ist er am vergangenen Pfingstfest durch unseren Bischof Dr. Felix Genn zum Priester geweiht worden.

Seine erste Stelle tritt er nach der Sommerpause in St. Gudula, Rhede an. Nach dem festlichen Gottesdienst und dem Primizsegen fand ein Empfang im Pfarrzentrum statt. Hierbei hatten die Gemeindemitglieder die Gelegenheit, ihm persönlich zu gratulieren. Als Geschenk der Pfarrgemeinde erhielt Stefan Rosenbaum eine Marienstola. Sie soll ihn zukünftig an seine "Lehrjahre" in unserer Gemeinde erinnern.

(UM/NK)

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20.06.2019

Fronleichnamsfest am Heimathof Sandrup

Das Hochfest Fronleichnam feierte die Gemeinde St. Marien und St Josef in diesem Jahr wieder am Heimathof in Sandrup. Bei sonnigem Wetter genossen die Gottesdienstbesucher die besondere Atmosphäre des Hofes und den stimmungsvollen Gottesdienst.

Für seine Predigtaussage, dass die Zulassung von nichtkatholischen Ehepartnern in konfessionsverbindenden Ehen zur Kommunion ein Muss sei, erhielt Pfarrer Messing spontanen Applaus. Im Anschluss fand ein Fest der Begegnung mit Jung und Alt statt, für den der Gemeindeausschuss Sprakel einen leckeren Mittagsimbiss vorbereitet hatte. (MK)

 

Grußwort am Hochfest Pfingsten 2019

Ein Legende erzählt: Als Christus zum Himmel aufgefahren war, fragten die Engel, wie es denn mit seinem Reich auf der Erde weitergehen soll. „Ich habe doch meine Jünger in der Welt gelassen“, antwortete Christus. Aber die Engel sahen, wie unbedeutend, wie schwach und verzagt die Jünger waren, und fragten erschrocken: „Herr, hast Du denn wirklich keinen anderen, keinen besseren Plan?“ Und Christus entgegnete: „Nein – einen bessern Plan habe ich nicht.“

Liebe Leserin und lieber Leser, es scheint so zu sein. Es wird keinen zweiten Plan geben. Es wird keinen neuen Messias geben, der das Reich Gottes kraft göttlicher Autorität auf dieser Erde weiter ausbreitet. Es wird nicht zu einer wundersamen globalen Bekehrung hin zu Gott Vater und Gott Sohn kommen. Der Auftrag, das Reich Gottes zu verwirklichen, bleibt die Aufgabe der Jüngerinnen und Jünger Christus. Und selbst wenn es nur ein kleines Stück weiter gehen soll, es bleibt unsere Aufgabe. Also wir sind gemeint. Wir die wir uns Christen nennen, und alle, die „Gott fürchten und gerecht handeln“, wie es das 2. Vatikanische Konzil sagt. Einen Plan B gibt uns Jesus also nicht, aber er schenkt uns etwas Anderes. Ich meine er schenkt uns etwas Besseres: Er sendet uns seinen Geist, Gottes Geist, den Heiligen Geist.

Das, was die Engel in der Legende befürchten, ihr Erschrecken über die Verzagtheit und Schwachheit der Jünger, erinnert es nicht wörtlich an die Situation der Apostel vor Pfingsten? Und welche Verwandlung findet dann statt!

Der Geist Gottes macht aus den Verzagten und ängstlich Eingeschlossenen – Menschen, die die Türen aufreisen. Der Geist Gottes macht Menschen, die unter die Leute gehen und offen und frei die frohe Botschaft verkünden. Der Geist Gott macht Menschen, die vom angebrochenen Reich Gottes verkünden und damit nicht mehr aufhören – bis zu ihrem letzten Atemzug.

Darauf kommt es heute noch an. Den Geist, der uns allen in der Taufe und Firmung geschenkt wurde, lebendig werden zu lassen. Es ist der Auftrag sowohl der Kirche als auch eines jeden von uns.

Liebe Leserin und lieber Leser, so feiern wir Pfingsten ein Fest, das von entscheidender Bedeutung für unser eigenes Leben ist und für das Leben der Kirche. Jedem Einzelnen von uns und der ganzen Kirche als Gemeinschaft der Glaubenden ist der Geist Jesu Christi geschenkt. Gemeinsam und nur gemeinsam sollen wir am Auftrag Jesu mitwirken. Dies ist gerade auch in dieser schwierigen Krise wichtig. Ich kann verstehen, wenn Menschen unsere Kirche verlassen. Mit einigen habe ich in den vergangenen Wochen gesprochen. Es sind sehr unterschiedliche Gründe für den Kirchenaustritt. Aber ich hoffe und vertraue darauf – auch mit der Hilfe des Hl. Geistes – dass sich diese Kirche verändert zum Wohle der Menschen. Dabei bin ich der festen Überzeugung, dass dies nur innerhalb der Kirche geschehen kann und muss. Deshalb bin ich allen Frauen und Männer dankbar, die sich engagieren – auch in Maria 2.0

Der verstorbene Bischof von Aachen, Klaus Hemmerle, hat es einmal so formuliert: In der christlichen Gemeinde sind Geist und Liebe letztlich stärker als alle Trennung und Spannungen. Jeder in der Gemeinde hat seinen besonderen Auftrag, seinen besonderen Dienst, seine besondere Gnadengabe. Diese verschiedenen Dienste, Aufgaben und Gnadengaben müssen sich ergänzen. Keiner hat seine Gabe für sich allein. Der eine Geist in vielen Gaben, der eine Leib aus vielen Teilen: Das ist das Leben der Gemeinde und der Kirche.

Liebe Gemeinde, damit dies gelingen kann, hat Christus uns an Pfingsten seinen Beistand gesandt, den Hl. Geist.

 

So wünsche ich Ihnen allen (besonders den Kranken, Einsamen und Traurigen) auch im Namen der ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein frohes und gesegnetes Pfingstfest.

 

Ihr

U. Messing, Pfr.

 

PS. Auf diesem Wege schon einmal herzlichen Dank für die Worte, Zeichen und Spenden aus Anlass meine 25jährigen Priesterjubiläums. Es hat mich sehr berührt.

 

Erstkommunionfeiern

in der Kirchengemeinde St. Marien und St. Josef. Insgesamt haben 62 Kinder zum ersten Mal den Leib Christi empfangen.

MG

Am 05.05.2019 haben dreizehn Kinder die Hl. Kommunion in der St. Josef-Kirche empfangen.
Am 11.05.2019 haben neunzehn Kinder die Hl. Kommunion in der St. Josef-Kirche empfangen.
Am 12.05.2019 haben fünfzehn Kinder die Hl. Kommunion in der St. Josef-Kirche empfangen.
Am 19.05.2019 haben fünfzehn Kinder die Hl. Kommunion in der St. Marien-Kirche empfangen.

Jubiläum und Abschied bei den SPA-Kids

Seit nunmehr fünf Jahren und bereits zum 30. Mal haben sich die SPA-Kids zum Kinderrestaurant versammelt. Am 18.05.2019 wurde in die Upkammer auf dem "Gut Kinderhaus" eingeladen, um dieses Ereignis gebührend zu feiern. Normalerweise findet das Kinderrestaurant für Kinder des 3. Schuljahres im Pfarrzentrum statt. Einmal im Schuljahr gibt es aber als Besonderheit eine Einladung zum "Gut Kinderhaus". Mit Flammkuchen, Lasagne und Salat und einer liebevoll dekorierten Apfelmus-Nachspeise ließen sich die Kinder verwöhnen.

Von Anfang an dabei war auch "Kochmutti" Irene Boländer, die viele Kinderhauser nicht nur aus dem Ferienlager kennen. Auf eigenen Wunsch scheidet sie aus dem SPA-Kids-Team aus und wurde feierlich von Pastoralreferent Martin Grünert und den Kindern verabschiedet. "Du wirst uns sehr fehlen!", betonte Grünert, was vom Koch des SPA-Kids-Teams, Thomas Fries, deutlich bestätigt wurde.

Damit das Angebot des Kinderrestaurants in gewohnter Qualität aufrechterhalten werden kann, sucht das SPA-Kids-Team Verstärkung: Natürlich im Bereich der Küche, aber auch im Servicebereich und bei der Betreuung der Kinder. Interessierte können sich gerne an Pastoralreferent Martin Grünert wenden (Tel.: 0251/2140013; Mail: gruenert(at)bistum-muenster.de). 

MG / Fotos: Claus Röttig

Die Kinder umringen Irene Boländer.
Irene Boländer wird von Martin Grünert verabschiedet.

Stellenausschreibung

für unsere Kitas

Wir suchen für die neue kath. Kindertageseinrichtung in Sprakel zum 1. August 2019 eine Einrichtungsleitung.

Für unsere insgesamt drei Einrichtungen im Kita-Bereich suchen wir mehrere Fachkräfte. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den Ausschreibungen.

Stellenausschreibung des Caritasverbandes

Mitarbeitende der Gemeindecaritas / youngcaritas

Grußwort zu Ostern 2019

Liebe österliche Gemeinde!

Letztlich gibt es nur drei große Themen, die für viele Menschen wirklich wesentlich sind: die Liebe, die Angst, der Tod.

Ohne Liebe kann kein Mensch leben. Liebe ist das Herz des Lebens. Liebe kann Totes oder Totgeglaubtes wieder im Herzen zu neuem Leben erwecken. Es gibt nichts Größeres als die Liebe. Aber es lebt die Angst im Menschen, dass es etwas Mächtigeres gibt als die Liebe: den Tod. Der Tod scheint alles im Leben, was dem Leben des Menschen Glück und Sinn verleiht, in Frage zu stellen. Und diese Angst, dass die Liebe sterben kann, kennen und erleben viele Menschen, gerade auch in unserer Zeit.

Deshalb ist auch keine Angst größer als die Angst, die beim Tod Jesu über seine Freunde hereinbricht, dass der Tod die Macht hat, die Liebe endgültig zu besiegen. Man hat ich, der sich selbst die Liebe nannte, mundtot gemacht, endgültig. Am Karfreitag stirbt am Kreuz die Liebe. Alle Evangelien berichten daraufhin von der enttäuschten, erloschenen Hoffnung der Freunde Jesu. Zwei der Jünger Jesu kehren in der Bitterkeit ihrer Enttäuschung Jerusalem, dem Ort, wo Jesus verurteilt, gekreuzigt und begraben wurde, den Rücken. Sie sind auf dem Weg nach Emmaus. Wie gut, wenn man - wie sie - den weiteren Weg nach solchen Todeserfahrungen wenigstens zu zweit gehen kann. Das Schlimmste ist wohl, wenn wir keinen Menschen haben, mit dem wir über unsere enttäuschten Hoffnungen reden können.

Zu den zwei Männern gesellt sich noch ein dritter Wanderer. Bei ihm können sie sich ihre Enttäuschung und ihren Schmerz von der Seele reden: "Wir hatten gehofft..."

Und dann schildert das Evangelium diese wunderbare Szene, wie die beiden Männer und der unbekannte Dritte in Emmaus sich zum gemeinsamen Mahl zu Tisch setzen. Der Gast wird Gastgeber. Er nimmt Brot in seine Hände, bricht es teilt es aus. Dieser Augenblick, in dem der unbekannte Fremde, Jesus, teilt, austeilt, ist für die beiden enttäuschten Jünger das große Erkennungszeichen: "Sie erkannten ihn am Brotbrechen", heißt es.

Liebe österliche Gemeinde, diese beiden Männer machen die wichtigste Erfahrung ihres Lebens: dass die Liebe nicht sterben kann, dass die Liebe stärker ist als der Tod.

Als Sehnsucht ist diese Erfahrung lebendig, solange Menschen lieben und trauern. Archäologen haben festgestellt, dass seit der jüngeren Steinzeit Menschen ihren verstorbenen Angehörigen Speisen mit ins Grab gegeben haben. Dahinter verbirgt sich die Ahnung vom Glauben an ein Weiterleben der Toten. Osterspuren in uralten Gräbern.

Die Liebe. Die Angst. Der Tod. Von Jerusalem nach Emmaus muss man ein paar Stunden zu Fuß laufen. Für Menschen mit schwerem Herzen kann es bildlich ein Weg durch viele Jahre sein. Vielleicht geht mancher unter uns diesen Weg im Augenblick und schon für längere Zeit. Er findet die Tür nicht, die vom Karfreitag nach Ostern führt. Aber eines zeigt dieses Osterfest 2019 wieder, es gibt am Ende des langen Weges Hoffnung.

Ich wünsche Ihnen - auch im Namen aller hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - die österliche Erfahrung, dass die Liebe stärker ist als der Tod.

Ihr
U. Messing, Pfarrer

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