Sommer-Grußwort

Liebe Schwestern und Brüder,

der Sommer ist da – und damit auch eine kleine Sommerpause. Ich freue mich sehr darauf.

Im letzten halben Jahr durfte ich viele Menschen in unseren vier Gemeinden kennenlernen und viel Engagement in der Caritas sowie in vielen anderen Diensten erleben. Dafür bin ich sehr dankbar. In vielen Gesprächen begegnete mir aber auch der Blick zurück: Früher war vieles größer, mehr und anders. Der Blick in die Zukunft ist oftmals mehr von der Angst geprägt, was wir noch halten können.

Vor einigen Tagen hatten wir Besuch im Pfarrhaus. Zehn junge Schwestern, deren Orden sich vor einigen Jahren in unserem Bistum niedergelassen hat, waren bei uns zu Gast. Pfarrer Dragos und ich sind diesen Schwestern seit vielen Jahren verbunden. Wir haben gemeinsam gebetet, gegessen und uns ausgetauscht. Es war ein sehr fröhlicher Abend.

Immer wieder beeindruckt mich das Zeugnis dieser Schwestern, ihre Fröhlichkeit und ihr einfacher, gelebter Glaube. „Wie geht es den Menschen hier in der Pfarrei?“, fragten sie. Ich habe von meinen ersten Erfahrungen berichtet, vom Engagement der Caritas, von unserer finanziellen Lage und von der Suche nach neuen Wegen. Das „Wir beten dafür!“ war dabei nicht nur eine Floskel. Die Schwestern tun das tatsächlich.

Später am Abend fuhren sie wieder zurück in ihr Kloster nach Senden. Für mich bedeutet das die Gewissheit: Dort sind Menschen, die voller Hoffnung für uns beten.

Wäre es nicht schön, wenn die Menschen in Coerde, Kinderhaus, Rumphorst und Sprakel eines Tages auch über uns sagen würden: Da sind Menschen, die mit Hoffnung unterwegs sind. Dort gibt es Gastfreundschaft, Zuversicht und Hoffnung für die Zukunft.

Ich bin froh, dass wir gemeinsam daran arbeiten.

Ich wünsche Ihnen einen erholsamen und gesegneten Sommer!

Ihr Pfarrer Jörg Niemeier.